Elternbrief 36: 5 Jahre, 8 Monate

ANE-ElternbriefeElternbrief 36:
5 Jahre, 8 Monate:
„Das erste Taschengeld“

Ole hat eine Schatzkiste, darin sammelt er Münzen, dänische Kronen und Euro-Münzen. Er ist stolz, weil er so viele davon hat: lauter 2-, 5- und 10-Cent-Münzen, eine ganze Handvoll. „Davon kann ich mir ganz viel kaufen!“ Einige Ein-Euro-Münzen liegen auch in der Schatzkiste, aber für Ole sind sie zunächst einmal nicht wichtiger als die Cent-Münzen – er versteht noch nicht, dass verschiedene Münzen unterschiedlich viel wert sind, dass fünf 20-Cent-Stücke dasselbe sind wie ein Euro und dass ein einziger 50-Euro-Schein mehr wert wäre als eine prall gefüllte Schatzkiste…

Möglicherweise hat Ihr Kind Sie schon um Taschengeld gebeten, weil es andere Kinder mit älteren Geschwistern davon hat sprechen hören. Dann geben Sie ihm ruhig welches – zum Beispiel 50 Cent oder einen Euro pro Woche, mit Lebensalter oder Klassenstufe steigend. Erwarten Sie aber nicht, dass es seine Ausgaben vernünftig plant – schon gar nicht wird es das Geld für Dinge ausgeben, die Sie selbst nützlich oder schön finden. Taschengeld ist dazu da, dass Kinder langsam eine Vorstellung davon bekommen, wie viel oder wie wenig man sich für eine bestimmte Summe kaufen kann, dass sie sich zwischen Playmobil-Figur und Wunderstift entscheiden müssen – und dass das Geld unwiderruflich weg ist, wenn man es ausgegeben hat. Also lassen Sie Ihr Kind am besten frei über sein Taschengeld entscheiden! Es ist auch ein Stück Unabhängigkeit.

Die kostenlose Verteilung der ANE-Elternbriefe im Land Brandenburg wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF).

Interessierte Eltern können diesen und alle weiteren Briefe kostenfrei über die Internetpräsenz des Arbeitskreises Neue Erziehung e. V. www.ane.de, oder per Email an ane@ane.de, über eine Sammelbestellung in Ihrer Kita oder per Telefon 030-259006-35 bestellen. Die Elternbriefe kommen altersentsprechend bis zum 8. Geburtstag in regelmäßigen Abständen nach Hause, auch für Geschwisterkinder.

Sabine Spelda
Elternbriefe Brandenburg

 

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